Seit dem 11. November 2011 läuft Green Lantern: The Animated Series innerhalb der DC Nation auf Cartoon Network. Sie ist damit aktuell eine von zwei neuen Serien (bei der zweiten handelt es sich um „Young Justice“) innerhalb dieses Formats. Der Ausstrahlungstermin wurde bewusst gewählt um im Kielwasser vom kurz zuvor abgelaufenen Kinofilm den größt möglichen Nutzen zu erreichen.
Testaufnahmen und Charakterstudien wurden der Öffentlichkeit erstmals 2010 vom Executive Producer Bruce Timm auf dem New York Comic Con präsentiert. Das Bruce Timm von Warner zum Executive Producer ernannt wurde, scheint nicht weiter verwunderlich. Mit Batman: The animated Series, Batman of the Future sowie den Justice League Serien (zu deutsch „Liga der Gerechten“) zeichnet er schließlich für einige Klassiker dieses Genres verantwortlich.
Sein Einfluss auf die Serie wird auch sofort deutlich, wenn man das Artwork der Figuren betrachtet:
Neben Timm konnten für die Serie zwei weitere schwer gewichte der Szene gewonnen werden:
Jim Krieg, der u.a. bereits Drehbücher für Batman: The Brave and the Bold, New Spidernan sowie Monk verfasst hat und Giancarlo Volpe, der in den letzten Jahren an der animierten Clone Wars Serie als Regisseure mitgearbeitet hat und und für die Folge „The Drill“ der Serie Avatar: The Last Airbender sogar einen Annie Award gewonnen hat.
Wenn solch ein Kreativ-Team versammelt ist sollte doch ein absoluter Kracher dabei herauskommen – oder? Leider ist das nicht der Fall. Geschaffen wurde eine Serie, die sich am besten als Star Trek: Voyager mit Green Lanterns beschreiben lässt.
Doch schauen wir uns zunächst die Pilotfolge(n) ein wenig näher an:
Da die Charaktere und das Setting durch den Kinofilm sowie die beiden Animationsfilme Green Lantern: First Flight und Emerald Knights hinlänglich bekannt sind entfällt die Einführung der Charakter und die Doppelfolge „Beware my Power“ startet gleich mitten im Geschehen.
Der Zuschauer erfährt, dass es außerhalb der von den Green Lantern bewachten 3600 Sektoren Bereiche gibt, in denen Lanterns als Grenzposten ihren Dienst verrichten. Diese Bereiche sind soweit entfernt, dass eine Green Lantern bei voller Ringleistung 18 Monate brauchen würde, um sie zu erreichen.
Die dort ihren Dienst versehenden Grenzposten sind mehr schlecht als Recht ausgebildet und Ihre Existenz ist dem Korps unbekannt. Einer dieser Grenzposten wird gleich zu Beginn getötet, da sein Ring keinen würdigen Nachfolger in der Umgebung findet kehrt er nach OA zu den Wächtern zurück. Dadurch erfahren die Lanterns Jordan und Kilowog von der Existenz dieser Grenzposten. Der Ring kehrt nämlich just in dem Moment zurück als die beiden sich in einem Gespräch mit den Wächtern befinden.
Während die beiden anwesenden Lanterns sofort ihren „Brüdern“ helfen wollen, entscheiden sich die Wächter dafür erst einmal eine Strategie zu entwickeln. Das dies insbesondere von Hal Jordan nicht akzeptiert werden kann ist klar. Hal beschließt ein experimentelles Raumschiff der Wächter zu stehlen, welches in der Lage ist die Entfernung innerhalb kürzester Zeit zu überbrücken. Dieser Schritt wurde von seinem ehemaligen Ausbilder Kilowog vorausgesehen und so machen sich beide auf den Weg ihren „Brüdern“ zu helfen.
Am Ziel ihrer Reise angekommen treffen die beiden Green Lanterns auf die Mörder des Grenzposten. Dabei handelt es sich um sogenannte Red Lanterns, deren Anführer Atrocitus die Wächter und deren Green Lantern Korps für die Zerstörung seines Heimatplaneten verantwortlich macht und nun alles daran setzt sich an ihnen zu rächen.
In einem Gefecht mit den Red Lanterns wird der Spezial-Antrieb des Schiffes zerstört, so dass Hal und Kilowog in den Außenbereichen gestrandet sind. Unfähig Hilfe zu holen, müssen sich die beiden der Bedrohung durch die Red Lanterns stellen.
Klingt doch gar nicht so schlecht – oder? Ist es auch nicht. Die Serie verfügt über einen guten Sinn für Humor, die Charakter sind gut ausgearbeitet. In den nächsten Folgen flacht das Niveau allerdings bereits merklich ab, so dass der Zuschauer sich fragt ob 26 Folgen nicht etwas zu lang für eine erste Staffel sind.
Irgendwie hat man das Gefühl etwas aufgewärmtes vorgesetzt zu bekommen. Das Ausgangs-Setting erinnert spätestens dann frappierend an Voyager, wenn eine Red Lantern zur Stamm-Crew stößt, die Charakterentwicklung der KI des Schiffes erinnert an Andromeda und auch sonst wird nicht viel neues geboten.
Durch die CGI-Gestaltung sieht das Endprodukt, dann auch noch etwas zu glatt aus. Hierdurch wird meines Erachtens eine Identifizierung mit den Charakteren erschwert und die Spannung gemindert.
Trotzdem befindet sich Green Lantern: The Animated Series immer noch auf einem soliden Niveau und so darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.







