Die Wahl des Bundespräsidenten (Gedanken zum Tag 17.03.2012)

Bild des zukünftigen BundespräsidentenMorgen, am 18.03.2012 tritt die Bundesversammlung zusammen, um einen neuen Bundespräsidenten zu wählen. Nach dem unrühmlichen Abgang von Christian Wulf war schnell klar, auch wenn Frau Merkel dies nicht wahrhaben wollte, das Joachim Gauck der Kandidat der Mehrheit seien würde.

Ein erfahrener Mann, Bürgerrechtler, Herr über die Stasiakten. Das Fiasko mit dem Jungspund Wulf sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Wird es wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem ist Herr Gauck nicht mein Kandidat und auch nicht der Deutschlands. Darf man den Umfragen der Bild glauben spricht sich in Ost- und Westdeutschland weniger als die Hälfte der Bürger für Gauck aus.

Von “Deutschland wählt” kann also nicht die Rede sein, auch wenn versucht wird uns dies zu suggerieren. Publikumswirksam werden natürlich wieder etliche Prominente (von Jan Josef Lieferns bis Otto Rehagel) von dieser oder jener Partei aufgerufen den neuen Bundespräsidenten zu wählen.

Fühle ich mich dadurch besser vertreten.

Nein! Jan Josef Liefers ist ein guter Schauspieler und Otto Rehagel hat mal meinen Lieblingsverein trainiert, aber gewählte Volksvertreter sind sie nicht.

Generell bin ich der Meinung, dass der Bundespräsident direkt vom Volk und nicht von Politikern und schon gar nicht medienwirksam von irgendwelchen Promis gewählt werden sollte.

Das dieser Weg nicht beschritten wird hängt angeblich mit der zu geringen Machtfülle dieses Amtes zusammen. Aus diesem Grund haben  sich auch viele Kritiker nach Herren Wulff (auch dafür vielen Dank) für eine Abschaffung ausgesprochen haben. Das Amt des Bundeskanzlers würde ja ausreichen uns zu repräsentieren.

Ich für mein Teil sehe das völlig anders. Ein Volk kann nur von der Person vertreten werden, die sie repräsentiert. Da wird es, wenn wir uns die Wahlbeteiligungen der letzten Jahre anschauen, für Frau Merkel verdammt dünn!

Ist es wichtig wie viel Macht der Bundespräsident hat. In meinen Augen nicht. Der Bundespräsident hat die Macht Gesetzen seine Zustimmung zu verweigern. Eine Macht die selten bis gar nicht genutzt wird. Warum auch? Handelte es sich doch in letzter Zeit oft genug um eine zugeschacherte Position. Wer beißt schon die Hand, die einen Füttert?

Insofern dürfte dies der wahre Grund sein, warum der Präsident durch Politiker und nicht durch das Volk gewählt wird. Ein Bundespräsident, der die Bürger vertritt wäre zu unkalkulierbar. Vielleicht würde das aber dazu führen, dass diese mit sich selbst beschäftigte Kaste in die Realität zurück findet!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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