Männliche Emanzipation (Gedanken zum Tag 09.03.2012)

Gestern war Weltfrauentag Grund genug mich heute einmal mit dem genauen Gegenteil zu beschäftigen. Männlicher Emanzipation!

Gibt es die Überhaupt? Meiner Meinung nach eher nicht. „Warum auch ?“,wird die Mehrheit sagen, Männer würden und werden nicht unterdrückt. Sie bekommen im Job mehr Geld und besetzen auch die meisten Chefpositionen, warum ist hier Emanzipation von Nöten?

Aus einem ganz einfachen Grund. Männer verkommen immer mehr zu Clowns. Tritt ein Mann dominant auf ist er ein Macho, wenn er Verständnis zeigt wird er als Weichei abgestempelt. Multitasking fähig sind wir  (genauso wenig wie Frauen  auch wenn diese sich das immer einreden) auch nicht. Schmerzen können wir  nicht ertragen, schließlich bekommen Frauen ja die Kinder. Kreativität ist uns auch nicht gegeben, zumindest wenn man der Bild von heute glauben schenkt. Dort jammern alle Redakteure wie wenig kreativ das Arbeiten ohne Frau gestern gewesen sei. Sprechen können wir nicht in zusammenhängenden Sätzen, unsere Telefongespräche dauern meistens ja keine 20 Sek usw. und sofort. Nichts was wir nicht schon tausendmal gesehen und gehört hätten.

Der Tiefpunkt für mich war jedoch erreicht als ich im Stern gestern erwachsene Männer im Strampelanzug sah und in der Bild Exemplare dieser Gattung, die sich jede Gesichtsfalte mit Botox weg spritzen ließen. Mit dem Erfolg das ihr Gesicht die Ausdrucksstärke einer durchgebrannten 40 Watt Glühbirne hatte.

Sollte das das Männlichkeitsidol der Zukunft sein, bitte ich um baldiges Aussterben unserer Art.

Warum aber nun eine Emanzipation der Männer. Während die Frauen seit Ende des 19. Jahrhunderts dass Wahlrecht, die Selbstbestimmung über ihre Fortpflanzung und das Recht in jedem gewünschten Beruf zu arbeiten erkämpft haben und vieles mehr, haben wir in der gleichen Zeit uns zu Sklaven unserer Arbeit und zum Hampelmann für die Frau gemacht.

Je industrieller unsere Zeit wurde um so mehr hat Mann sich aufgegeben. Mittlerweile flüchten wir uns in Traumwelten, vergraben uns in Arbeit und verstecken unsere Ohnmacht hinter Sätzen wie:“Männer haben Schuld, Frauen haben recht!“

Klar ist, die Zeit können wir nicht zurück drehen. Eine Erfüllung durch Arbeit wie Sie vielleicht noch im 18 Jh. (auch wenn das Leben damals härter war) möglich war, wird es vermutlich für die meisten nie wieder geben. Was ich damit meine?  Die Tatsache dass wir heute zumeist auf einzelne, stupide Aufgaben in unserer Arbeit reduziert sind. Selten sehen wir das Ganze und können somit auch kaum Zufriedenheit, durch das was wir geleistet haben empfangen. Eingepfercht in einem Hamsterrad, drehen wir uns im Kreis verlieren unsere Energie und verkommen zu Zombies.

Partnerschaft im eigentlichen Sinne ist so natürlich nicht möglich und das Mann sich bedroht fühlt, wenn gut ausgebildete Frauen immer mehr Stellen in der Arbeitswelt besetzen ist klar. Wo sollen wir schließlich die Reste unseres männlichen Selbstvertrauen herbekommen?

Ich glaube in dem wir uns vom Mythos des unermüdlichen Arbeiters lösen und in die Wirklichkeit zurückkehren können wir mehr als nur Reste erhalten!

Ende Teil 1

 

 

 

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