Gedanken zum Tag (02.03.2012)

europa_gr

Europa ist momentan in Aufruhr wie schon lange nicht mehr. Grund sind diesmal nicht Expansionsbestrebungen einzelner Länder, sondern das liebe Geld.

Irland, Spanien und insbesondere Griechenland taumeln einer ungewissen Zukunft entgegen. Immer neue Hilfspakete werden geschnürt. Immer mehr Auflagen den einzelnen Völkern aufgebürdet.

Über Sinn und Unsinn dieser Hilfspakete möchte ich mich hier gar nicht auslassen.Was mich viel mehr interessiert ist das „Haus Europa“. Kluge und berühmte Menschen wie Hans-Jürgen Papier und Lord Weidenfeld erklären momentan in der Bild, warum Europa, wichtig ist, welche Gefahren zukünftige Drohen, und dass einer der größten Gründe für die momentane Unmut der Bürokratiewahn aus Brüssel ist.

Das mag jetzt etwas naiv klingen, aber für mich ist Europa ein Haus, bei welchen die Bauherren am Dach angefangen haben und weil nun kein Fundament existiert müssen Sie das Dach tragen. Zimmer können so nicht entstehen und Leben auch nicht einziehen.

Was meine ich damit?

Ich denke das größte Problem Europas ist, das wir die Bürger nichts von einander wissen!

Mutige Aussage oder? Leben wir doch in einer globalisierten Welt und selbstverständlich erzählen uns die Nachrichten was in Europa geschieht. In der Schule lernen in Erdkunde wissenswertes über andere Länder und zumeist auch noch Englisch und Französisch. Übers Internet können wir mit Personen in aller Welt kommunizieren, spielen und noch vieles mehr. Hinzu kommt das wir Deutschen ja auch noch Reiseweltmeister sind. Permanent in der ganzen Welt unterwegs sollten doch gerade wir, Einfühlungsvermögen mit anderen haben. Hätten wir vermutlich auch, wenn wir im Ausland nicht ständig unsere Heimat mit uns führen würden. Warum die Landesküche probieren, wenn es Schnitzel gibt. Warum das Urlaubsland entdecken, wenn der Pool so blaues Wasser hat.

Im Endeffekt wissen wir nichts von einander.

Ich denke wenn Europa wirklich eine Chance haben will, muss sich dies ändern. Die Menschen müssen einander kennenlernen, ihre Träume, Wünsche und Ängste teilen. Naiv, ja warum nicht? Was würde es schaden, wenn jede Schule, jeder Kindergarten Partnerschaften in jedem Land Europas hätte. Nie ist es schließlich leichter auf andere zu zu gehen, als im Kindesalter.

Und was machen die Erwachsenen? Ohne Angst und mit freundlicher Neugier aufeinander zu gehen? Wow, was für eine Plattitüde!  Egal heute ist mir danach. 2006 hatten wir doch schon gute Ansätze hier in Deutschland. Bei der WM feierten wir doch auch mit allen anderen. Insofern vielleicht ein gesamt europäischer Feiertag.

Vermutlich gibt es noch tausend weitere Ideen, aber ich denke  mein Standpunkt ist klargeworden. Das „Haus Europa“ kann nur von Menschen, nicht von Parlamenten oder Politikern gebaut werden!

 

 

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