Green Lantern – Besser als die Kritiker schreiben!

Nach “Thor” und “X-Men – Erste Entscheidungen” läuft nun also mit Green Lantern der dritte Superheldenfilm innerhalb eines Jahres im Kino. Im Vorfeld war viel über diesen Film zu lesen – meistens Verrisse – und viele Trailer zu sehen. Man hatte das Gefühle als wolle DC unbedingt dafür sorgen, dass dieser Film ein Erfolg wird. Hatten doch in letzter Zeit (mit Ausnahme der grandiosen Batman-Umsetzungen von Christopher Nolan) allein die Konkurrenten von Marvel Lorbeeren und Geld geerntet.

Nachdem die negativen Kritiken, zu groß war die Neugier, nicht dafür sorgen konnten mich von diesem Film fernzuhalten, hatte ich gestern das Vergnügen Green Lantern zu schauen. Vergnügen? Ja, in der Tat Vergnügen. Green Lantern mag nicht die beste Comicverfilmung sein, aber sie bietet gute kurzweilige Unterhaltung wenn der Zuschauer sich auf den Plot einläßt.

Für den phantasielosen Standardkritiker, der Pret a Porter für einen Geniestreich hält während alle Zuschauer selig entschlummern, ist dieser Film natürlich nicht geeignet. Genauso wie der Zuschauer bei Star Wars “die Macht” als Beweger aller Dinge  akzeptieren muß, ist es hier notwendig zu akzeptieren, dass der Wille Form (jene grünen Gebilde aus den Ringen) erhalten und auch die Angst Gestalt annehmen kann.  Wem dies gelingt den erwartet ein vergnüglicher Kinoabend. Ryan Reynolds überzeugt mit seinem bereits in “Party Animals” erprobten Charme, Blake Lively als Carol Ferris ist bezaubernd. Der restliche Cast leistet solide arbeit. Wobei ich mir durchaus gewünscht hätte mehr von Mark Strong zu sehen, der mir seit “Sternenwanderer, Sherlock Holmes und Kick Ass” als Bösewicht ausnehmend gut gefällt.

Natürlich wird jetzt der ein oder andere sagen:” Aber die Story ist zu vorhersebar!” Und? Green Lantern ist nicht “Brokeback Mountain” hier geht es nicht um Anspruch sondern um Unterhaltung, was dem Film auch gelingt.

Was darüber hinaus noch dem Team um Martin Campbell zu Gute gehalten werden muß  ist das sie nicht versucht haben den Film künstlich zu strecken, wie es der Zuschauer erst kürzlich in “Transformers 3″ erleiden mußte.

Was mir allerdings nicht gefallen hat war, dass hier wieder einmal ein Film nachträglich auf 3D gepimpt wurde. Verfahren die Filmbosse so weiter, wird sich dieses Format im Kino bald wieder erledigt haben! Zuschauer sind schließlich nich doof und Filme künstlich zu verteuern (die Preise sind eh schon hoch genug) ist absolut unnötig.

Wer also die Möglichkeit hat Green Lantern in 2D zu sehen und sich für das Genre interessiert, der sollte den Film unbedingt schauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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